Sebastian Dittrich Kondolenzblog

Januar 4, 2011

Im dritten Jahr

Einsortiert unter: Der Abschied,Grübeleien — admin @ 12:01 am

In ein paar Wochen  ist Schrippes Geburtstag – er ginge auf die 30 zu.Feiern kann ich nicht.Nachdenken ist möglich.Ich denke,im dritten Jahr nach Schrippes Tod werde ich die Blogbeiträge herunternehmen oder per Passwort verbergen.Hier wird dann wohl ein Grabstein stehen bleiben,ein virtuelles Gedenken ohne allzuviel Details.

6 Kommentare »

  1. Leben und Tod sind nah beieinander – mit wenigen Tagen Verspätung (ähnlich wie auch im Leben manchmal verspätet zu anderen Gedenktagen) – möchte ich hier niederschreiben:

    Sebastian – Du bist unvergessen. Du gehst mir oft durch den Kopf, denn Du warst ein besonderer Mensch. Es ist schade, daß wir in der Zeit vor Deinem Tod so wenig Kontakt hatten – jeder war mit anderen Dingen viel zu beschäftigt. – Du hattest so viele Fragen – daran hätte ich gerne Anteil gehabt, ohne sie beantworten zu können. Wo Du auch bist – Du hast jetzt die Antwort auf alle Fragen und es geht Dir gut. Was bleibt, ist die Trauer der Zurückgebliebenen.

    Einen herzlichen Gruß an Deine Mutter, so sie es denn lesen wird, denn die Mütter leiden sehr – und an den Betreiber dieser Webseite. Es wäre schön, wenn sie bestehen bleiben könnte, wenigstens in irgendeiner Form. Sebastian sollte, wenn möglich – ein Andenken auch im Internet behalten.

    Gottes Wege sind dunkel,
    aber das Dunkel liegt nur in
    unseren Augen, nicht
    auf seinen Wegen.

    – das meinte Matthias Claudius

    Kommentar von Regina — Januar 5, 2011 @ 12:52 am | Kommentar

  2. Hallo Regina, hallo Zuppi, ich danke Euch, dass Ihr mir auch nach 3 Jahren zur Seite steht,in meiner Trauer um Sebastian.Ich habe inzwischen fast alle Beiträge ausgedruckt und mit den Bildern zu einem Album zur Erinnerung zusammengebracht.In all den Monaten bin ich mit meinen Gefühlen hin- und hergerissen worden. Irgendwie kann ich immer noch nicht glauben, dass er sich umgebracht haben soll und keinerlei Nachrichten hinterlassen hat.Ich habe in den letzten Tagen wieder den ICQ-Wechsel aus dem Dezember und allen Schriftverkehr nach seinem Tod gelesen und irgendwie passt das eben nicht. Aber egal wie, er wird immer in lieber Erinnerung bei uns bleiben. Meine Enkelin spielt mit seinen Kuscheltieren und ich erzähl ihr von ihm. Regina, ich danke Ihnen für die lieben Grüße. Ihnen geht es ja auch nicht besser, aber Sie haben Ihren Glauben. Und damit haben Sie mir mit Ihren Zeilen oft geholfen. Keine Mutter sollte Ihren Sohn auf diese Weise verlieren. Ich grüße Sie auf das Herzlichste und wünsche Ihnen beiden ein erfolgreiches Jahr 2011

    Kommentar von Gabriele Dittrich — Januar 11, 2011 @ 8:28 pm | Kommentar

  3. Liebe Gabriele,

    heute wäre Sebastian 30 Jahre alt geworden.

    Bleiben unsere Toten immer jung, oder werden sie älter, so wie wir?

    Für mich bleibt Sebastian so, wie er war, als ich ihn kennengelernt habe. Liebe Gabriele, Sie sagen: “Keine Mutter sollte Ihren Sohn auf diese Weise verlieren.” Und ich möchte hinzufügen: Keine Mutter sollte ihren Sohn überhaupt verlieren, denn etwas Schlimmeres gibt es nicht.

    Heute habe ich wieder ein wenig in alten E-Mails geblättert und möchte gerne zitieren, was Sebastian mir am 3. März 2001 geschrieben hat: ” … Aber unabhängig davon habe ich schon immer dort gepostet … wo ich wollte und habe mich dabei nie von irgendwem aufhalten lassen der da meinte, Angst vor anderen Meinungen haben zu müssen.”

    Das war Sebastian, er war sích selbst treu, und das machte ihn so authentisch, und nicht nur das machte ihn so liebenswert.

    Ihnen, liebe Gabriele, alles Gute und einen herzlichen Gruß,
    Regina

    Du bist von uns gegangen
    - nur einen Augenblick-.
    Wenn wir dahin kommen,
    wohin du gegangen bist,
    werden wir uns fragen,
    warum wir geweint haben.

    (Verfasser unbekannt)

    Sebastian – auf ewig unvergessen.

    (und einen kleinen Gruß und Dank an “Zuppi” – für diesen Blog)

    Kommentar von Regina — Februar 3, 2011 @ 11:50 am | Kommentar

  4. Liebe Regina, danke für die netten Zeilen. Ich war heute Nachmittag mit meiner kleinen Enkeltochter am Grab von Sebastian. Wir haben frische Tulpen hingebracht und den Winterschmuck etwas geordnet.
    30 Jahre,- was könnte heute alles sein.Ich bin traurig und denke an ihn.
    Nochmals danke an Dich und vorallem auch Zuppi für die letzten 3 Jahre. Ich würde mich freuen mal was von ihm zu hören.
    Ganz liebe Grüße aus Schleswig-Holstein an Euch und alle, die sich vielleicht in den nächsten Tagen hier letztmalig melden.
    Laßt es Euch alle gut gehen und danke, dass Ihr an ihn denkt.

    Kommentar von Gabriele — Februar 3, 2011 @ 5:32 pm | Kommentar

  5. Ich bin immer noch schockiert, wenn ich an Sebastian denke, den ich ja nur einige Male traf. Und ich glaube nach wie vor nicht an einen Selbstmord.

    Kommentar von Jürgen Schröder — März 19, 2011 @ 12:32 pm | Kommentar

  6. Ich lasse die Texte doch noch im Netz stehen, weil der Fall so nibulös bleibt. Gabi,ist das O.K. so ?

    Kommentar von admin — Oktober 16, 2011 @ 7:42 pm | Kommentar


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