Sebastian Dittrich Kondolenzblog

Oktober 29, 2008

Hallo Zuppi, hallo an alle, die sich hier noch mal sehen lassen.

Gespeichert unter: Der Abschied, Fotos, Gastbeiträge — philolog @ 8:34

Nun habe ich den Artikel von Herrn Kopietz gelesen und mir geht es auch nicht besser als vorher.

Noch immer will ich nicht glauben, dass sich mein Sohn das Leben genommen hat. Zu viele Dinge sind bis heute unklar und die konnte auch kein Reporter klären. Manches im Gespräch mit ihm ist wohl etwas verkehrt angekommen und manches sehr privat, aber als Nachruf für Sebastian ist es ganz gut geworden.

Der Zeitpunkt seines Todes konnte wohl nicht genau festgestellt werden, im Polizeiprotokoll ist nichts aufgeführt. Genauso wenig steht was zu den fehlenden Sticks und den rechtsextremen Material aus Österreich ( welches nicht aufzufinden war) in den Unterlagen.

Und was seine Sexualität betrifft, in den vielen Gesprächen die wir hatten, machte er eher den Eindruck eines Suchenden.

Den Vorwurf, dass ich nicht da war, als er mich brauchte, egal was geschehen ist, quält mich wohl für den Rest meines Lebens. An der Wand neben meinem Bett hängt das große Bild von der Trauerfeier und viele kleine. So liege ich abends oft und mache mir meine Gedanken. Er fehlt mir so sehr.

Eine neue Bekannte, der ich meine Geschichte erzählte, war davon sehr berührt.

Eine Woche später erzählte sie mir, dass sie Kontakt mit Toten hat und dass sie von Sebastian geträumt hätte. Wenn junge intelligente Menschen plötzlich sterben, würden sie zu anderen wichtigen Aufgaben gerufen. Wie gern würde ich daran glauben!

Zum Schluss möchte ich mich bei allen bedanken, die mir geschrieben haben. Durch meinen Unfall und die lange Zeit im Krankenhaus konnte ich erst nicht schreiben und als ich dann wieder zu Hause war, gab es Probleme mit meinen PC und ich brauchte eine neue Festplatte. Damit waren alle Emails weg. Das tut mir sehr leid, denn es waren sehr schöne dabei. Danke nochmals.

Schrippes Mutti

Oktober 17, 2008

Schrippes Tod in der Zeitung: Ungeklärte Todesfälle

Der zutändige Zeitungsredakteur hat mir den Veröffentlichungstermin seiner Story zu Kenntnis gegeben: Im Magazin der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung wird Schrippes Tod genauer unter die Lupe genommen. Zwischen der Polizeiakte und den biografisch recherchierten Informationen klafft eine grosse Lücke. Ich bin schon  sehr gespannt ….

Hier der Artikel – der Aufmacher im Magazinteil:

„Gib mal ein Lebenszeichen, wenn du lebst“ – Sebastian Dittrich war ein lebensfroher junger Wissenschaftler. Sein plötzlicher Tod lässt Freunde und Angehörige rätseln: Wer war er wirklich? Von Andreas Kopietz , Berliner Zeitung, Magazin vom 18.10.2008

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